„Meine Rede beim Toast Masters Club*:
Unsicherheiten, Druck, schnelle Veränderungen und KI, Sparmassnahmen und Kündigungen.
Diese Stichworte betreffen derzeit viele von uns in der Arbeitswelt.
Was brauchen die Mitarbeiter heutzutage? Ganz genauer Anweisungen? In den heutigen Zeiten von KI, wo man sowieso viel Hilfe und Hinweise bekommt, finde ich die menschlichen Aspekte der Führung essentiell. Viel wichtiger als genaue Vorgaben.
Wenn Menschen das Wort Führung hören, denken viele sofort an Autorität und Befehle.
Das ist aber ein Führungsstil für bestimmte Situationen, in denen es um einfache oder im Details definierte Abläufe handelt. Auch das Militär ist ein gutes Beispiel. Wo es ganz klare Prozesse und Erwartungshaltung an Resultate gibt.
Der kooperative Führungsstil bezieht Mitarbeiter ein, unterstützt sie und erwartet Eigenverantwortung. Das ist, wie ich selbst die Arbeitswelt kennengelernt habe. Damals am Anfang waren für mich Eigeninitiative, Eigenverantwortung und Selbstorganisation noch fremde Werte.
Aber genau mit diesen Werten habe ich meinen Entwicklungsweg gefunden und gemerkt, wie ich meine Arbeit so organisieren kann, dass sie zu meiner Weiterentwicklung, meinem Wohlfühlen und meiner Entfaltung beitragen kann.
Der Laissez-faire-Führungsstil lässt den Mitarbeitern viele Freiheiten. Dazu braucht die Führungskraft hochspezialisierte und motivierte Mitarbeiter. Dieser Führungsstil macht eher im kreativen Abteilungen Sinn. Eine Orientierungslosigkeit im Team kann jedoch zu Konflikten führen.
ich persönlich finde, eine Kombination aus Führungsstile kann uns helfen, das Team oder die Organisation in Balance zu halten und die Herausforderungen zu meistern
Für mich persönlich ist die wichtigste Komponente im Führungsstil, menschlich zu sein. Was meine ich damit? Damit meine ich überhaupt nicht, nur nett oder freundlich zu sein, sondern Menschen zuzuhören und sie zu verstehen, eine Verbindung aufzubauen und immer im Hinterkopf zu behalten: „Er ist auch nur ein Mensch mit allen Facetten.“
Im Austausch mit Menschen können wir die Herausforderungen sowie Entwicklungs– und Verbesserungspotenziale einfacher verstehen. So verstecken Menschen Probleme weniger und somit haben wir viel mehr Klarheit in unserer Arbeit.
Bei kritischen Themen und Prozessen, bei denen es wenig Spielraum gibt und eine schnelle Entscheidung essentiell ist, wird autoritär geführt.
Die Komponente Laissez-faire kommt dort ins Spiel, wo wir mit erfahrenen, hochqualifizierten Mitarbeitern zu tun haben und das Thema kreativ oder nicht kritisch ist. Hier haben die Mitarbeiter viel Spielraum und können Dinge eigenverantwortlich erledigen.
Die meiste Zeit führe ich aber kooperativ und demokratisch, weil ich der Meinung bin, dass Menschen Unterstützung und Coaching brauchen, um sich langfristig wohlfühlen, sich weiterzuentwickeln und gute Leistungen erbringen.
Wir teilen Verantwortung und Aufwand und sind stark als Team. Die Führung gibt die Richtung vor und übernimmt auch die Verantwortung für die Entscheidungen.

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